Vielfalt statt Abbruch: Berner Alpen - Bernina - Ortlergruppe

Gebucht hatten Franz und Gerti Gasselsberger bei der Alpenverein Bergsteigerschule eine Tourenwoche im Berner Oberland. Bald verschlechterten sich die Bedingungen so, dass an eine Fortführung der geplanten Route nicht zu denken war. Anstatt jedoch abzubrechen, fuhren wir dem schönen Wetter entgegen und verbrachten den Rest der Woche bei optimalen Verhältnissen in der Bernina- und Ortlergruppe.

Wenn im Hochgebirge hohe Temperaturen, Nebel, Regen und die Ankündigung von Gewittern für zu gefährliche Bedingungen sorgen, bleibt letztlich nur der Abbruch der Tourenwoche. Oder es finden sich mit ein wenig Initiative und Gespür in der erreichbaren Umgebung Alternativen, die wetterbegünstigt liegen. In unserem Fall boten sich der weiter östliche Piz Palü in der Bernina sowie Suldenspitze, Cevedale und Zufallspitze im Ortlergebiet an.

 

So sah das Alternativprogramm, das den Vergleich mit der geplanten Tourenwoche nicht zu scheuen brauchte, im Detail aus.

 

1. Tag

Anreise und Auffahrt zur Kleinen Scheidegg mit dem berühmten Blick auf die Eiger Nordwand

2. Tag

Vom Jungfraujoch Besteigung des Mönchs (4.107 m) auf dem Normalweg und weiter zur Mönchsjochhütte (3.650 m)

3. Tag

Besteigung der Jungfrau (4.158 m) und zurück zur Mönchsjochhütte

Wetterverschlechterung in der Nacht vom 3. auf den 4. Tag

4. Tag

Wechsel nach Pontresina ins Berninagebiet, Auffahrt zum Berghaus Diavolezza (2.978 m)

5. Tag

Besteigung des Piz Palü (3.901 m), Wechsel nach Sulden in die Ortlergruppe, Auffahrt zur Schaubachhütte (2.581 m)

6. Tag

Besteigung von Suldenspitze (3.376 m), Monte Cevedale (3.769 m) und Zufallspitze (3.757 m), Abstieg über den Eisseepass nach Sulden und Heimreise

 

Und das sagen Franz und Gerti über unsere Hochtourenwoche:

 

"Wie schon letztes Jahr, als wir mit Hubert im Wallis unterwegs waren, so war auch unsere diesjährige Hochtourenwoche wieder ein einzigartiges Erlebnis: unter der fachkundigen Leitung von Hubert durften wir die Highlights des Berner Oberlands, sowie Ziele in der Bernina und im Ortlergebiet kennenlernen. Wir danken Hubert für seine Flexibilität, seine Kompetenz sowie seine ruhige und besonnene Führungsarbeit. Schon jetzt freuen wir uns auf nächstes Jahr, für das wir an den Hüttenabenden bereits wieder Berg-Pläne geschmiedet haben."

 

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