Skitour mit Meerblick: Triglav (2.864 m)

Eine anspruchsvolle, hochalpine Tour ist die Besteigung des Triglavs zu jeder Jahreszeit. Als Frühjahrsskitour fordert der höchste Berg Sloweniens seine Aspiranten ganz besonders durch die Länge der Tour, die eine ausgezeichnete Kondition erfordert, und am durch Schnee und Eis verschärften Gipfelgrat, der absolute Trittsicherheit und sicheren Umgang mit Steigeisen und Pickel voraussetzt. Wer sich dennoch bis zum Gipfel kämpft, wird bei passendem Wetter mit einem phänomenalen Panorama belohnt, das vom Dachstein im Norden über die Hohen Tauern bis zum Adriatischen Meer im Süden reicht. Noch dazu stehen die Chancen gut, den ansonsten überlaufenen Gipfel für sich alleine zu haben.

Florian berichtet von unserer Skitour

Der Tag, an dem wir nach Slowenien aufbrechen, um dort im Nationalpark Triglav den mit 2.864 Metern höchsten Berg Sloweniens zu besteigen, ist geprägt von Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und frostigen Temperaturen.

 

Um 6:30 Uhr starten wir am Parkplatz, von wo es circa 8 Kilometer durch das Krmatal auf hartem Frühjahrs- und Lawinenschnee in Richtung Kredarica-Hütte (2.541 m) geht. Um 12:00 Uhr befinden wir uns 300 Höhenmeter unter dem Gipfel. Im Anschluss an eine kleine Stärkung in der Hütte werden Tourenski und Stöcke gegen Steigeisen und Eisgeräte getauscht. Von nun an geht es, Eisfelder querend, auf dem teilweise mit Stahlseilen abgesicherten Ostgrat auf den Gipfel des Triglav, auf welchem wir uns gegen 14:00 Uhr befinden.

 

Atemraubende Fernsicht, vom Großglockner bis ans Adriatische Meer, kennzeichnet die kurze Zeit am Gipfel. Aufgrund heftiger Windböen und der niedrigen Temperaturen treten wir relativ bald den Abstieg an. Um 15:30 Uhr stehen wir schon wieder vor der Kredarica-Hütte, schnallen unsere Tourenski an und machen uns auf den Weg ins Tal. Harter Frühjahrsschnee im oberen Teil und herrlicher Firn in den unteren Passagen kennzeichnen die Abfahrt. Gegen 17:30 Uhr befinden wir uns wieder am Parkplatz und blicken auf eine herrliche, aber doch anspruchsvolle und lange Frühjahrsskitour in den Julischen Alpen zurück.

 

Die Eckdaten

Aufstieg: ca. 2.000 Höhenmeter

Aufstiegszeit: ca. 7 Stunden

Schwierigkeit: schwer

 

 

Winter und Sommer liegen heuer sehr nahe beieinander. Während die Kare und Rinnen der Julischen Alpen noch immer mit feinsten Firnabfahrten aufwarten, habe ich den Triglav mit Hans-Jörg und Siegfried am 29. Mai bereits wieder als Bergtour in Angriff genommen.

 

Hans-Jörg berichtet davon

Unsere Tour beginnt um 06:15 Uhr beim Aljazev dom. Hubert entscheidet, über den Prag-Weg den Gipfel zu erklimmen. Nach einigen Kletterstellen, zahlreichen Schneefeldquerungen und zackigen Gratpassagen stehen wir bei wechselnden Wetterbedingungen schließlich um 12:30 Uhr am Gipfel.

 

Nach diesem, aufgrund der noch großen Schneemengen schnellen Aufstieg, kehren wir bei der Kredarica auf ein Ritschert ein, welches vorzüglich schmeckt. Beim Abstieg fällt kurz Regen, der den Stein rutschig macht. Wir beschließen, den Abstieg angeseilt durchzuführen. Um 18:30 Uhr treffen wir wieder an unserem Ausgangspunkt ein.

 

Hubert, Siegfried und ich sehen oft in die Nordwand des Triglav hinein, eines unserer nächsten Ziele, welches wir gemeinsam als lebensprägende Schlüsselstelle gern gehen möchten.

 

Fazit: eine schöne, interessante, alpinistisch vielseitige Tour (vor allem auch aufgrund der Schneebedingungen) mit netten Freunden! Von uns sehr zu empfehlen!

 

Ein kräftiges Berg Heil und ein Glück Auf von den beiden Metalltechnik-Innungsmitgliedern

Hans-Jörg Gärtner & Siegfried Steiner - den beiden Metallern(en)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0