Start in die Eisklettersaison im Maltatal

Beim Lokalaugenschein im November hatten die Vorbedingungen in der Natur vielversprechend ausgesehen. Dann kam die große Kälte im Dezember. Die Meldungen von sensationellen Eisverhältnissen, gewaltigen Eispanzern und einer Aufsehen erregenden Erstbegehung durch heimische Bergführer machten richtig kribbelig. Zum Start in die Eisklettersaison erwartete Gerhard und mich ausgezeichnetes Eis.

 Zwei Tage geführte Eisklettertouren hatten Gerhard und ich vereinbart. Für den ersten Tag wählte ich den Dreifaltigkeitsfall, der sich ideal zum Einklettern eignet: Kompakteis, 60 - 80 Grad steil und im Ausstieg um 85 Grad.

 

Am zweiten Tag durfte es eine etwas längere Tour sein. In einem namenlosen Bachbett in der Nähe der Mautstelle, das durch eine abwechslungsreiche Aufeinanderfolge von flacheren Passagen und Steilstufen gekennzeichnet ist, kletterten wir insgesamt neun Seillängen.

 

Auf meine Frage, wie ihm die beiden Tage denn so gefallen hätten, antwortete Gerhard:

 

"Ich kann nur sagen, es war brillant, perfektes Eis, wunderschöne Routen, gute Wetterbedingungen, eine gute Verpflegung im Malteinerhof und natürlich die freundschaftliche Führung durch dich, Hubert, und das kalte Bier am Ende des Klettertages. Herz, was willst du mehr?"

 

Auch wenn es in den Tagen nach diesen beiden Touren ein wenig zu warm zum Eisklettern war, die nächste Kältephase ist von den Meteorologen bereits angesagt, und die Eisverhältnisse werden sich wieder stabilisieren.

 

Solltest du also auf den Geschmack gekommen sein und so wie Gerhard perfekte Tage beim Eisklettern verbringen wollen, dann vereinbare gleich deine geführten Eisklettertouren.

 

Fotos: Gerhard Jansky